Verletzungsgefahr beim Yoga

Meine Erfahrung

Mit diesem Blog-Artikel möchte ich Bewusstsein dafür schaffen, dass diverse akrobatischen Übungen die auf den sozialen Medien gepostet werden "nice to have" sind aber nichts mit traditionellen Yoga zu tun haben und Verletzungen oder Folgeschäden hervorrufen können. Wobei es auch die "einfachen" Übungen sein können, wenn sie regelmäßig falsches praktiziert werden. 

Yoga gehört in der westlichen Welt zum Lifestyle und liegt absolut im Trend! Das ist auch gut so, denn die positive Wirkung einer korrekten und kompletten Praxis ("Sarvanga Sadhana") ist nicht abzustreiten. Dennoch kenne ich auch die andere Seite, nämlich, dass es durch Unachtsamkeit, Ehrgeiz, Ungeduld und mangelndem Know-How eines Yogalehrers zu Verletzungen oder Folgeschäden kommen kann. Meine Erfahrung möchte ich hier gerne mit dir teilen um Dich für diese wunderbare jahrtausendealte Tradition zu sensibilisieren. 

Was beinhaltet eine korrekte und komplette Praxis

Aus meiner Sicht beinhaltet eine korrekte Praxis die Anpassung der einzelnen Elemente an die Erfahrung, Kenntnisse und körperlichen Möglichkeiten der Teilnehmer. Die einzelnen Elemente, nämlich Asanas (Körperübungen), Pranayama (Atemübung) und Meditation sind Inhalte einer kompletten Praxis. 

Meine Erfahrungen mit Verletzungen beim Yoga

Aus heutiger Sicht kann ich sagen, dass meine Rücken- und Knieschmerzen aus einem Mix von mangelndem Know-Hows, Ehrgeiz und Ungeduld entstanden sind. In einem bestimmten Fall, war es auch das fehlende Gespür des Yogalehrers, das dazu geführt hat, dass ich mir den großen Zeh gebrochen haben. Deshalb empfinde ich den Sonnengruß  (Surya Namaskar) am Anfang für völlig ausreichend". Dieser besteht aus 12 Positionen die die Basis für alle weiteren Asanas bilden. Wenn man diese dynamisch fließende Asana-Abfolge inklusive Atmung und Einsatz der Energieverschlüssen (Bhandas) korrekt beherrscht, kann man die Praxis durch weitere Asanas ergänzen. Also, langsam an die Asanas herantasten und immer mit Vorsicht und Achtsamkeit üben.  

Meine Empfehlung

Willst du mit Yoga starten, dann ist meine Empfehlung:

  • Starte nicht im Selbstversuch (Unser Gehirn speichert das falsche Alignement)
  • Was ist Dein Bedürfnis (körperliche Beschwerden lindern, Stress abbauen, Stabilität, Flexibilität, Kräftigung, etc...)
  • Informiere Dich über die vielen verschiedenen Yogaarten
  • Mache mindestens eine private Einzelstunde bei einem professionellen Lehrer 
  • Schau dir mehrer Yogastudios, Yogaarten und Yogalehrer an
  • Urteile nicht nach dem ersten Mal 
  • Gib jedem Studio, jeder Stunde, jedem Lehrer mehrere Versuche
  • Höre auf Deine innere Stimme und akzeptiere Deine Grenzen
  • Egal wie weit Du in Deiner Praxis kommst, bleib am Boden, sei Demütig!